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 Betreff des Beitrags: Kritik an Hundeführschein reißt nicht ab
BeitragVerfasst: Montag 26. Juli 2010, 18:19 
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POLITIK 26.07.2010
Kritik an Hundeführschein reißt nicht ab
ÖVP, Grüne und FPÖ haben erneut den seit vier Wochen in Wien geltenden Hundeführschein ins Visier genommen. Das Tierschutzhaus will "intelligente Lösungsvorschläge", die SPÖ ein "Resozialisierungsprogramm" für Problemhunde.


Rasseliste "willkürlich zusammengesetzt".
ÖVP: "Zurück an den Start"
"Das Gesetz ist ein Murks", und "Hier ist ein Schnellschuss passiert": Matthias Tschirf, Klubobmann der Wiener ÖVP, fand klare Worte. Seine Kritik richtet sich besonders an die Rasseliste, die "willkürlich zusammengestellt" worden sei. So finde sich etwa der Schäferhund nicht auf der Liste, "warum auch immer", obwohl es immer wieder Probleme mit dieser Rasse gebe.

Die ÖVP erwarte sich eine länderübergreifende Regelung und die Herabsetzung des Mindestalters für Prüflinge beim Hundeführschein von 16 auf 14 Jahre. Zudem müssten in dem Gesetz Absurditäten beseitigt werden. Derzeit könne im Krankheitsfall des Führscheinbesitzers nicht einmal ein Familienmitglied mit dem Tier ins Freie gehen. Das Motto sei "Zurück an den Start", so Tschirf.


Rasseregelungen seien nicht durchführbar.
Grüne: "Von Anfang an falsch angepackt"
"Die SPÖ hat dieses Gesetz durchgezogen, obwohl sich die kritischen Stimmen im Vorfeld gehäuft haben", sagte die Klubobfrau der Wiener Grünen, Maria Vassilakou. Der Hundeführschein für einzelne Rassen mache einfach keinen Sinn und sei nicht durchführbar. In anderen Ländern seien Rasseregelungen wieder abgeschafft worden.

Auch Vassilakou vermisste den Schäferhund auf der Rasseliste, obwohl dieser zu starken Aggressionen neige. Zudem sei eine Zuordnung bei Mischlingen schwer durchführbar. "Der Hundeführschein wurde von der SPÖ von Anfang an falsch angepackt", so Vassilakou. Er müsse für alle Hunderassen gelten.


Klage gegen den Hundeführschein eingebracht.
FPÖ: Führschein für alle Hundebesitzer
"Nicht der Hund ist gefährlich, sondern der Besitzer, der diesen zu einem sogenannten 'Kampfhund' ausbildet", so FPÖ-Gemeinderat Herbert Madejski. Es wäre sinnvoller, einen Führschein für alle Hundebesitzer vorzuschreiben, wobei eine Gewichtsbeschränkung der Tiere angedacht werden könnte.

Er sei dagegen, einzelne Rassen zu diskriminieren, so Madejski. Aber auch er vermisste den Schäferhund sowie den Dobermann auf der Rasseliste. Er verwies auf eine Klage beim Verfassungsgerichtshof, die die FPÖ am 2. Juli eingebracht habe. Die Häupl-SPÖ habe die Diskussion völlig aus dem Ruder laufen lassen.


Tierschutzhaus überfüllt
Aus dem Tierschutzhaus heißt es dazu, es gehe "gerade noch irgendwie". Derzeit kümmere man sich um 180 Hunde jener Rassen, die vom Hundeführschein betroffen sind. Zu Weihnachten seien es noch rund 120 gewesen. Die politische Debatte und die aufgeheizte Stimmung rund um den Hundeführschein hätte manchen Hunden ein derart schlechtes Image verpasst, dass viele von ihnen abgegeben wurden und nun nicht mehr vermittelbar seien.

"Wir erwarten uns von Niederösterreich und Wien intelligente Lösungsvorschläge", sagte ein Sprecher des Tierschutzhauses. Es könne nicht sein, "dass ein privates Tierheim das schultern muss".


Spezielles Training soll Kampfhunde wieder vergabetauglicher machen.
SPÖ kündigt "Resozialisierungsprogramm" an
Die SPÖ verwies in ihrer Reaktion auf das Ergebnis der Volksbefragung. Gemeinderat Erich Valentin sagte, es sei erstaunlich, wie vehement ÖVP und FPÖ die Umsetzung eines Bevölkerungswunsches torpedieren würden. Der Hundeführschein solle Ängste nehmen und Risiken minimieren. Laut Valentin wurden bisher 540 Hundeführscheine beantragt, die Helpline verzeichne täglich rund 100 Anrufe zu dem Thema.

Valentin kündigte zudem ein Pilotprojekt zur "Resozialisierung" von Problemhunden an. Wiener Tierschutzverein und Tierschutz-Ombudsstelle Wien sollen mit wissenschaftlicher Unterstützung ein Programm dafür entwickeln. Ziel solle sein, dass die Hunde durch gezieltes Training Vertrauen in ihre zukünftigen Halter gewinnen. Dadurch solle auch die Tiervergabe verbessert und beschleunigt werden.

http://wien.orf.at/stories/458605/

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 Betreff des Beitrags: Re: Kritik an Hundeführschein reißt nicht ab
BeitragVerfasst: Montag 26. Juli 2010, 19:47 
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Trotz alledem gibt es bei mir zaus einen Haufen Staffwelpen in der Umgebung.
Außerdem hat mir damals der Simatyp gesagt, dass sie eh darauf abzielen, dass der HF für alle kommt, aber dass bei dem ersten Antrag vor ein paar Jahren alle dagegen waren und nur der freiwillige möglich war. Über die Listenhundegeschichte könnten sie es jetzt durchbringen...
Schon peinlich, wenn sowas nur auf die Art geht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kritik an Hundeführschein reißt nicht ab
BeitragVerfasst: Dienstag 27. Juli 2010, 18:06 
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Sheera hat geschrieben:
POLITIK Spezielles Training soll Kampfhunde wieder vergabetauglicher machen.SPÖ kündigt "Resozialisierungsprogramm" an
Valentin kündigte zudem ein Pilotprojekt zur "Resozialisierung" von Problemhunden an. Wiener Tierschutzverein und Tierschutz-Ombudsstelle Wien sollen mit wissenschaftlicher Unterstützung ein Programm dafür entwickeln. Ziel solle sein, dass die Hunde durch gezieltes Training Vertrauen in ihre zukünftigen Halter gewinnen. Dadurch solle auch die Tiervergabe verbessert und beschleunigt werden.

http://wien.orf.at/stories/458605/


und mit welchen hundetrainern???? wieder irgendwelche möchtegern trainer die KEINE AHNUNG von einem problemhund haben und so und so nur vieles schlimmer machen, wie man es auch im tierheim sieht. leider findet man heut zu tage nur sehr sehr wenige hundetrainer die wirklich ahnung auf ihren gebiet haben.
meiner meinung kann man sich nicht hundetrainer nennen nur weil man einem hund sitz, platz,fuß usw beibringen kann, das kann im grunde jeder dodl. aber von problemhundne haben DIE lang keine ahnung *ärger*


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 Betreff des Beitrags: Re: Kritik an Hundeführschein reißt nicht ab
BeitragVerfasst: Dienstag 27. Juli 2010, 18:44 
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Und bei mir ists wieder so, ich bring Problemhunde aufgrade, mach sie familientauglich und biege ihre Seele wieder hin, ich brauch keine Trainer und keinen Hundeplatz für ein bißl sitz, platz und so.......
Ich könnt mich noch immer ärgern, echt, grad ich, wo ich eine der verantwortungsbewußtesten HH bin, die 3 echt arge Problemhunde aufgrade gebracht hat, die mit ihren Erfahrungswerten anderen schon viel geholfen hat, grad ich kann dieser verschi+++nen Regierung beweisen daß ich mit meinen Hunden umgehen kann.....da greifst da doch echt ans Hirn!!!
Und andere die sich einen Hund nur als Spielzeug für die Kinder nehmen, müssen das nicht, denn die haben ja keinen "Kampfhund", sondern nur einen obertriebigen Schäfermix........

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 Betreff des Beitrags: Re: Kritik an Hundeführschein reißt nicht ab
BeitragVerfasst: Dienstag 27. Juli 2010, 19:13 
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Ich find Sitz und Platz sowieso vernachlässigbar. Die Hündin einer Bekannten kann das in 27 Varianten und noch 300 Unterordnungsteile, aber draußen ist sie bei der kleinsten Kleinigkeit weg. Ein Vogel? irgend etwas, das sich bewegt? Und futsch is sie. Fein, dass sie hübsch Platz machen kann, wenn sie dann irgendwann wieder kommt.
Viel wichtiger finde ich es, wie sicher ist ein Hund? Bleibt er am Straßenrand stehen oder rennt er blind drüber? Ist er abrufbar? Bleibt er auch ohne Leine neben mir, wenn es mal ernst wird? Könnte ja sein, dass ich die Hände voll hab.
Mein wichtigster Befehl ist "Steh". Das ist das erste, was sie nach "Nein" und "Pfui" lernen, denn das rettet eventuell ihr Leben.
Aber in den Huschu ist Sitz und Platz der Bringer!
Prinzipiell kann man einen Hund schon selber hinbringen, wenn man sich auskennt, keine Frage. Auch unsere Kleine ist jetzt schon als Freizeithund super. Fürs normales Spazierengehen und für Sozialkontakte passts schon. Aber ich kann sie geistig dort etwas besser auslasten als zu Hause mit dem kranken Bodo, der überall reintappel, alles umschmeißt und dann selber umkippt. Außerdem sieht sie dort normale Hunde.

Resozialisierung find ich schon gut, aber das impliziert für mich, dass jeder "Kampfhund", der im TH gelandet ist, ein Problemhund war. Kann schon sein, dass viele dort zu Problemhunden werden, weil sie die Welt nimma verstehen, aber das wären sie so ned geworden. Die sind auf Grund einer lustigen Verordnung dort gelandet und müssten, ohne Verordnung, gar ned resozialisiert werden.

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